Wechselausstellungen

Schloss der pommerschen Herzöge

(2. Stock)

Blankwaffen der Polnischen Armee aus den Jahren 1914-1945 aus den Beständen der Sammler in Schneidemühl

16. September 2022 bis 26. Februar 2023

Die Ausstellung zeigt Exponate aus drei Sammlungen in Piła/Schneidemühl. Es sind Waffen, die von polnischen Formationen im 1. Weltkrieg und während des polnisch-sowjetischen Krieges von 1920 bis hin zum Ende des 2. Weltkriegs gebraucht wurden. Neben den Waffen aus dem Arsenal der früherer Teilungsmächte sowie der Verbündeten Polens werden auch Waffen polnischer Produktion aus dem Zeitraum 1920-1939 gezeigt, beispielsweise aus den Fabriken in Warschau, Krakau oder Radom. Die Ausstellung wird mit Uniformen aus der Sammlung des Kreismuseums in Piła vervollständigt.

Sammelleidenschaft der Słupsker Numismatiker

7. Oktober bis 13. November 2022

Die Ausstellung wurde anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Słupsker Abteilung des Polnischen Numismatischen Vereins vorbereitet. Unter den mehreren Hundert Exponaten, die aus den Sammlungen der lokalen Münzensammler stammen und Stolp und Umgebung zum Thema haben, finden wir u.a. einige, die mit dem 5. Husarenregiment, der 7. Brigade des Küstenschutzes oder der Polizeischule in Słupsk verbunden sind. Man kann auch das Porzellan der Vor- und Nachkriegszeit sowie Andenken an die alte Stolper Molkerei, in der das „Stolper Jungchen” produziert wurde, die Maschinenfabrik Famarol, die Schuhfabrik Alka oder die Werft in Ustka besichtigen.
Einen getrennten Teil der Ausstellung bilden Gegenstände, die das 50-jährige Bestehen der Słupsker Abteilung des Polnischen Numismatischen Vereins dokumentieren.

Die Krakauer Krippenkunst: 6. Dezember 2022 bis April 2023

Schlossmühle

(2. Stock)

Das Wiederaufblühen der Tradition. Blumenmotive in der Kultur

13. Juli 2022 bis 29. Januar 2023

Blumen sind die natürliche Zierde von Wiesen, Feldern und Wäldern. Durch den Reichtum ihrer Formen und Farben versetzen sie den Betrachter in Entzücken und Staunen und erwecken in ihm den Drang, ihr Aussehen festzuhalten oder nachzubilden. In der Volkskultur der Germanen und Slawen bildeten Blumen über Jahrhunderte einen Bestandteil im Lebens des Menschen. Mit natürlichen oder künstlichen Blumen schmückte er sich selbst, seine Behausung, seine Umgebung und sakrale Orte. Blumen begleiteten ihn bei familiären und alljährlich wiederkehrenden Bräuchen, in Liedern und Sagen, als Schutzmittel gegen böse Mächte und Heilmittel gegen Krankheiten. Sie waren in allen seinen Lebensbereichen, von der Geburt bis zum Tod, präsent.

Die Ausstellung umfasst Artefakte, Fragmente von Liedern, Erzählungen und Erinnerungen, die mit Blumen zusammenhängen. Sie führt dem Besucher das kulturelle Bild der Blumen, einheitlich für die alle Einwohner Pommerns, abgesehen von ihrer Muttersprache, vor Augen. Blumenmotive finden sich auf Möbeln, Gefäßen, Scherenschnitten, Gebrauchsgegenständen, Trachten oder in dreidimensionalen Formen aus Papier. Die ausgestellten Gegenstände sind Erzeugnisse sowohl von Kunstschaffenden und Handwerkern des 19. u. 20. Jh. als auch von zeitgenössischen Kunsthandwerkerinnen und (Ethno-)Designerinnen, die Blumen aus Krepp oder Krepppapier schaffen. Die Tradition blüht somit, in neuen Stilformen, erneut auf.

Teestube im Richter-Speicher

Polnische Plakatschule XXVII. Klassiker: Roman Kalarus

11. Oktober bis 11. Dezember 2022

In der Ausstellung werden 32 von 99 Plakaten des Künstlers gezeigt, die dem Museum geschenkt wurden. Roman Kalarus (1951) schafft Plakate, betätigt sich auch auf den Gebieten Grafik, Malerei, Holzschnitt und Design. Er hat 1976 sein Studium an der Krakauer Akademie der Bildenden Künste, Zweigstelle Kattowitz abgeschlossen. Seine Plakate wurden mehrfach im Inland (Warschau, Krakau, Posen, Lodz) und im Ausland (Deutschland, Belgien, Frankreich, USA, Ungarn, Finnland, Ukraine) gezeigt. Er lehrte Plakatkunst in der Türkei, Israel, Chile und in den USA. Zur Zeit bekleidet er das Lehramt als Professor an der Akademie der Bildenden Künste in Kattowitz.
In der Ausstellung werden nur zwei- und dreifarbige Plakate aus den Jahren 1986-2016 gezeigt, die zur Ankündigung von musikalischen, hochschulischen und Theater-Veranstaltungen, Ausstellungen und Tagungen gestaltet wurden. Ein häufig vorkommendes Motiv sind menschliche Gestalten, die in untypischer, grotesker Weise dargestellt werden.
In schwarz-weißen Plakaten zeigt der Künstler in meisterhafter Weise Landschaften, Figürliches, Aspektive oder Typographie, die kompositionell mit dem Bildträger aus weißem Papier verbunden sind. Dreifarbige Plakate sind gewöhnlich in Weiß und Schwarz gehalten, von denen Blau, Braun, Grau oder Rot als Dominante absticht.

Die Slowinzen, Teil 2: 24. Oktober 2022 – Januar 2023

Weißer Speicher

(Erdgeschoss, Vernissage-Raum)

Puppen aus der Sammlung des Słupsker Puppentheaters. 75. Jubiläum des Slupsker Puppentheaters “Tęcza”

21. September 2022 bis Ende Januar 2023

In der Ausstellung werden 64 in verschiedenen Techniken, Stoffen und Formen in der Werkstatt des Słupsker Puppentheaters „Tęcza” [Regenbogen] gefertigte Puppen gezeigt.

Identität in Gefahr

17. September bis 13. November 2022

Das Museum repräsentiert Polen beim mehrjährigen internationalen, aus den Mitteln des Programms „Kreatives Europa“ unterstützten Projekt „Identität in Gefahr” („Identity on the Line”), an dem auch Norwegen, Dänemark, Schweden, Slowenien, Kroatien, Litauen beteiligt sind. Im Rahmen des Projektes erforschen sechs Museen und eine Universität (Litauen) sieben ausgewählte Migrationsprozesse, die in Europa der letzten 100 Jahre stattfanden. Das Museum in Słupsk hält Erinnerungen der Ansiedler und deren Nachkommen in Słupsk nach 1945 fest.

Die Ausstellung zeigt Forschungsergebnisse aller Projektpartner und veranschaulicht, wie viele Gemeinsamkeiten Migranten aus verschiedenen europäischen Ländern und Zeiträumen, deren Migrationen aus verschiedenen Gründen und in verschiedenen Kontexten stattfand, haben. Den Kern der Ausstellung bilden Zitate aus den Interviews mit Migranten und deren Nachkommen. Die Tafeln wurden vom slowenischen Projektpartner gefertigt und werden nacheinander in allen Partnerländern gezeigt.

„Identity on the Line” wurde mit einem sehr bedeutsamen European Museum Prize prämiert, der vorher nur dreimal verliehen worden ist.

Norwegia wystawa plenerowa druga (2)

Witkacy anders… 

(1. Stock)
In der Ausstellung werden über 100 Pastellbildnisse von Witkacy sowie seine Publikationen ausgestellt. Eine gute Gelegenheit für Witkacy-Fans, denn so viele seine Arbeiten wurden bisher nur anlässlich von internationalen Witkacy-Tagungen aus den Depots geholt, zuletzt in den Jahren 2009 und 2014.
In Zukunft sollen in den Räumlichkeiten des 1. Stocks andere Ausstellungen organisiert, und Witkacys Werke wird man nur in der Dauerausstellung (und in den Depots) sehen können.