Wechselausstellungen
„Zofia Stryjeńska – Malerin polnischer Dinge”
17. September 2025 – 1. Februar 2026
Schloss der pommerschen Herzöge – 2. Stock
Die Ausstellung zeigt das Schaffen von Zofia Stryjeńska (1891-1976), einer der bekanntesten polnischen Malerinnen der Zwischenkriegszeit und Vertreterin des Art déco. Zu besichtigen sind über 115 ihrer Arbeiten aus Museen in Warszawa, Kraków, Poznań, Szczecin, Gdańsk, Toruń, Bydgoszcz, aus der Sammlung des Muzeum Pomorza Środkowego in Słupsk und von Privatpersonen.
Die Ausstellung fokussiert zwei Themenbereiche, von denen Stryjeńska besonders fasziniert war – polnische Volkskultur und slawische Mythologie, bringt daneben aber auch das ganze Spektrum ihres Œuvre näher, das – neben der Malerei – auch Grafiken, von der Künstlerin entworfene Gewebe, Spielsachen, Bühnenbilder und Buchillustrationen umfasst. Man kann auch Entwürfe von den Panneaus sehen, die für die Pariser Ausstellung 1925 angefertigt wurden, sowie Postkarten, Schokoladenkonfektschachteln, Erzeugnisse aus Porzellan und Fayence, auf denen Stryjeńskas Arbeiten abgebildet wurden.

European Art Tour Puzzlefaunism Solonair
20. März – 17. August 2025
Schloss der pommerschen Herzöge – 2. Stock
Die Ausstellung zeigt über 120 Arbeiten (Malerei, Grafik, Collage, Gebrauchskunst, Plastik) des bekannten ukrainischen Künstlers, Designers und Kinderbuchillustrators – Mykola Solonair. Seine Heimatstadt ist Tarnopil, wo er 1974 geboren wurde und bis 1996 lebte. Dann ging er nach Großbritannien, wo er sich 20 Jahre aufhielt. Dort hat er das Kensington and Chelsea College of Art besucht und wurde eine freigeistige und originelle Künstlerpersönlichkeit. Sein Kunstschaffen zeichnet sich durch die ständige künstlerische Suche, das Streben nach Innovativem und das Experimentieren mit verschiedenen Formen und Werkstoffen aus. Er entwickelte einen eigenen Kunststil, den sog. Puzzlefaunismus. Als zeitgenössischer Künstler und Innovator versucht er, seine künstlerischen Ideen den Anforderungen des heutigen Designs, der Mode und Industrie anzupassen. Solonair stellte seine Arbeiten in der Ukrainischen Nationalen Kunstakademie, im Victoria and Albert Museum (2007) und in der Opera Gallery (2007-2010) in London, im Palazzo Velli Expo in Rom und auf dem Biennale D’arte di Venezia in Italien aus. Zur Zeit lebt er wieder in seiner Geburtsstadt. Dauerausstellungen seiner Arbeiten kann man im Historischen Museum in Ternopil sowie (im Bezirk Ternopil): im Schloss der Familie Wisnowiecki in Wyschniwez sowie in der Burg Sbarasch besichtigen.

Pentaptychon aus See-Buckow (Bukowo Morskie) (See-Buckow)
27. November 2024 – 1. März 2026
Schloss der pommerschen Herzöge – 2. Stock
Das ausgestellte Pentaptychon aus der Kirche in Bukowo Morskie (früher See-Buckow). Die Ausstellung will dieses wertvolle Kunstwerk, nachdem seine ästhetischen und ikonographischen Vorzüge sowie seine Geschichte so gut wie möglich wiederhergestellt worden sind, näherbringen. Denn durch fünf Jahrhunderte seit seiner Entstehung wurden viele ihm von seinen Schöpfern verliehene ursprüngliche Inhalte verwischt und es selbst unterlag Wandlungen und unvermeidbaren Zerstörungsprozessen.
Der Ideen- und Auftraggeber des Altars war um 1525 der letzte Abt des See-Buckower Zistenzienser-Klosters – Heinrich Kresse. Der Altarschrein hatte reichhaltiges malerisches Dekor mit unterschiedlicher Thematik sowie flach reliefierte, vergoldete und versilberte Bildtafeln auf der Festtagsseite der Flügel. Der Altar war der Muttergottes gewidmet, deren Figur sich in seiner Mitte befand. Diese aus Alabaster gefertigte Plastik entstand über 50 Jahre früher als der Altar. Der Altar mit seinen sämtlichen originalen Bildwerken befand sich bis in die 1940er Jahre in der Kirche in See-Buckow. In den Kriegsjahren wurde die Alabastermadonna herausgenommen und außerhalb von See-Buckow verwahrt. Nach dem Krieg gelangte sie ins Nationalmuseum in Szczecin, wo sie heute in einer Dauerausstellung gezeigt wird. Der Altarschrein stand in der ungenutzten Kirche noch einige Jahre, währenddessen die anderen, am Altar zurückgelassenen Plastiken nacheinander verschwanden. So ist die Alabastermadonna die einzig erhaltene. Die Ausstellung runden archivale Fotografien der Buckower Kirche, Tafeln und eine Infostation mit Informationen über die Geschichte des Altars sowie über vorgenommene Restaurierungs-, Konservierungs- und Rekonstruktionsarbeiten ab.

Gesichter. Plastiken von Krzysztof Grzejszczak
Schlossmühle – 2. Stock
In der Ausstellung werden fast 100 Plastiken des 1955 in Łódź geborenen und in Słupsk lebenden Künstlers Krzysztof Grzejszczak gezeigt. Dieser seit über 50 Jahren künstlerisch tätige Autodidakt fühlt sich besonders zu volkstümlichen Motive hingezogen. Er ist Mitglied des Słupsker Vereins der bildenden Künstler und beteiligt sich seit Jahren an den vom Museum und dem Słupsker Kulturzentrum organisierten Bildhauer-Workshops. Seine Arbeiten wurden in zwei Einzelausstellungen (im Landkreishaus und im Rathaus) gezeigt. 2005 konnte er seinen Traum von einem eigenen Atelier verwirklichen, das einen großen Teil seines Hauses einnimmt. Die ausgestellte Gruppe in Holz geschnitzter menschlicher Gestalten bildet eine außergewöhnliche Zusammenstellung weiblicher und männlicher Gesichter von früher auf dem Lande lebenden Menschen. Die Attribute, mit denen jede Figur versehen ist – insbesondere Werkzeuge und sonstige Gegenstände – erzählen von ländlichen Pflichten, Berufen und Haushaltsarbeiten. Die Gesichter in Holz wiedergegebener Menschen spiegeln Erlebnisse, Erfahrungen und den schweren Alltag früherer Generationen wider. Aus ihren Gesichtszügen und Blicken kann man oft mehr persönliche Geschichten und Erlebnisse herauslesen, als aus den von ihnen gehaltenen Gegenständen.

Polnische Plakatschule Vergessene Filme: von Wiktor Górka bis Wiesław Wałkuski
21. Oktober 2025 – 25. Januar 2026
Teestube im Richter-Speicher
In der Ausstellung kann man über 30 Plakate zu polnischen, amerikanischen, englischen, tschechoslowakischen, französischen, ungarischen, spanischen, ostdeutschen, bulgarischen, rumänischen, japanischen und australischen Filmen betrachten, die von Künstler(innen) wie: Witold Dybowski, Jakub Erol, Wiktor Górka, Maria „Mucha” Ichnatowicz, Andrzej Klimowski, Marzena und Jacek Kawalerowicz, Eryk Lipiński, Marian Nowiński, Marek Płoza-Doliński, Andrzej Pągowski, Wiktor Sadowski, Waldemar Świerzy, Henryk Waniek und Wiesław Wałkuski geschaffen wurden. Die Ausstellung umfasst ein interessantes Spektrum von künstlerischen Ausdrucksmitteln: Collage, Groteske, perspektivische Verkürzung, Detail oder das Zusammenspiel von Fotografie und Gestik. Die Plakate kündigen u.a. Komödien, Kriegsfilme, Dokumentationen, Dramen und Märchen an. Alle stammen aus der museumseigenen Sammlung.
„Unter Frauen. Malerei von Marzenna Wandzilak”
25. August – 19. Oktober 2025
Teestube im Richter-Speicher
Marzenna Wandzilak (geb. Jastrząb) verlebte ihre Kindheit in Słupsk, wo sie in einem Wohnblock in der Szczecinska-Str. wohnte. Hier in der Welt kindischer Freundschaften „vom Hof” formten sich ihre wichtigsten Werte, sie lernte Kompromisse zu schließen, gut und böse zu unterscheiden und andere Menschen – unbeachtet ihres materiellen Status – zu achten. All die frühen Kindheitserfahrungen lagen ihrer Art, die Welt wahrzunehmen, zugrunde und fanden später einen Niederschlag in ihrem Schaffen.
Schon in der Grundschule wies sie ein Talent auf, das ihr erlaubte, bei einem Wettbewerb für maritime Kunst mit einer Federzeichnung teilzunehmen, die ein Schiff während eines Gewitters darstellte, wofür sie den ersten Preis gewann – was ihre spätere Vorliebe für diese Technik ankündigte. Auf dem Gymnasium entfaltete sie ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter – auf dem Gebiet der Textilkunst. Inspiration fand sie großenteils in der bunten Vielfalt von Persönlichkeiten, insbesondere von außergewöhnlichen, kompromisslosen Haltungen von Menschen, die in einer Zeit der Unterordnung unter einer Ideologie lebten und voller Hoffnung auf eine bessere Zukunft waren.
Die Thematik ihrer Bilder wurde auch durch den Umgang mit „Menschen auf vielen Wegen“ – traumatisiert, oft nicht akzeptiert, exkludiert, doch voller Vorstellungskraft, ungewöhnlicher Sensibilität und gewaltiger Herzensgüte – geprägt. All das machte es erforderlich, Empathie mit der Verteidigung ihres eigenen Ichs zu verbinden.
Ein wichtiger Abschnitt in ihrem Leben war der Umzug nach Krakau und der Besuch einer Berufsschule für Krankenschwestern. Die Begegnung mit menschlichem Leid erweiterte ihre Sensibilität. Das Verstehen des schmerzvollen Zeitpunkts des Heimgangs hatte zweifelsohne auch einen Einfluss auf ihre künstlerische Weltwahrnehmung.
Die Zeit der Ehe und der Kindererziehung, wenn auch enorm wichtig, war damit verbunden, dass sie ihre künstlerische Leidenschaft beiseitelegen musste, die Kunst war „im Nichtdasein vergraben”.
2017 war für sie voller Erlebnisse und zwang sie, das bisherige Leben zu überdenken. Alle Türen schienen verschlossen zu bleiben, doch „es öffnete sich ein Fenster” und damit die Chance auf eine Rückkehr zu sich selbst und zu ihrer Kunst. Nach über 30 Jahren griff sie zum Bleistift und zeichnete erste Striche. Später versuchte sie, mit Farben, dann mit Buntstiften und Feder zu malen. Dies entging ihren Söhnen nicht, sie unterstützten sie, so dass sie nun ihr Talent unter den Augen von Krakauer Künstlern noch weiter entfalten konnte.
Wandzilak betont die außergewöhnliche Rolle der Frauen, als Freundinnen und Engel, die andere selbstlos mit ihrer Liebe, oft ihrem stillen Dabeisein unterstützen und ein unschätzbarer Quell ihrer Kräfte sind. Ihre Sensibilität, Opferbereitschaft, die Fähigkeit, im Leben verschiedene Rollen zu übernehmen – das versucht Wandzilaks Schaffen zu vermitteln. Sie meint, die Welt bagatellisiere oft die Weisheit und die Erfahrung, die in den Frauen schlummern, und die sie in ihren Bildern festhalten und zeigen möchte. Ihr Schaffen drückt somit den außergewöhnlichen Archetyp der Weiblichkeit aus, der sich in der Berufung und der Fürsorge für die Familie, Liebe für die Welt und für andere Menschen sowie in der Fähigkeit, die Realität in ihren vielen Aspekten zu erfassen, offenbart. Wandzilak akzentuiert nachdrücklich die weibliche Kraft, im Schmerz auszuharren, was man in den Augen der dargestellten Gestalten erahnen kann.
Vor zwei Jahren fand Wandzilaks erste Ausstellung statt, die sie als „eine wundersame Rückkehr zu sich selbst“ bezeichnet. Dieses wichtige Ereignis gab ihr Anstoß zum weiteren, intensiven Schaffen. Ihre Arbeiten signiert sie mit ihrem Mädchennamen Jastrząb, denn sie widerspiegeln – wie sie behauptet – ihre Emotionen, Leidenschaften, die in der Kindheit und Jugendzeit entstanden sind und jahrelang darauf warten mussten, der Welt erneut gezeigt zu werden. Ihre Bilder charakterisieren sich – nach Meinung anderer – durch eine emotionale Tiefe, Sensibilität und eine Fähigkeit, komplexe Gefühle auszudrücken. Auch wenn ihre emotionale Ladung gegenwärtig zum Seelenfrieden tendiert, wird die Schönheit weiblicher Natur, ungeachtet ihres Wohnortes, ihrer äußeren Schönheit oder Bildung zeichnerisch zum Ausdruck gebracht.
Witkacy anders…
11. Juli 2019 bis …
Weißer Speicher – 1. Stock
In der Ausstellung werden über 100 Pastellbildnisse von Witkacy sowie seine Publikationen ausgestellt. Eine gute Gelegenheit für Witkacy-Fans, denn so viele seine Arbeiten wurden bisher nur anlässlich von internationalen Witkacy-Tagungen aus den Depots geholt, zuletzt in den Jahren 2009 und 2014.
In Zukunft sollen in den Räumlichkeiten des 1. Stocks andere Ausstellungen organisiert, und Witkacys Werke wird man nur in der Dauerausstellung (und in den Depots) sehen können.




Ausstellung mit Puppen, archivalischen Fotografien sowie Bühnenentwürfen von Ali Bunsch
9. April bis 15. Juni 2025
Weißer Speicher – 0. Stock
Ali Bunsch (eigentlich Alojzy Józef Bunsch) war eine außergewöhnliche Persönlichkeit des Theaters, vornehmlich des Puppentheaters. Als Bühnenbildner, Regisseur, künstlerischer Leiter und Direktor wurde er „Zauberer der Bühne“ genannt. Er schuf Szenografien für über 300 Theaterstücke, die Hälfte davon für Puppentheater, ca. 100 für dramatische und über 20 für Musik- und Bühnentheater. 1925 in Bielsko/Bielitz-Biala in Schlesien geboren, fasste er in Pommern Fuß, dies aufgrund seiner Arbeit am Miniatur-Theater in Gdansk und dem Słupsker Puppentheater „Tęcza/Regenbogen“, an dem er seit der Spielsaison 1972/73 bis zu seinem Tode im Jahre 1985 als Bühnenbildner tätig war.
Die Tradition und die Folklore waren für ihn lebendige Inspirationsquelle, er war auch ein hervorragender Kenner polnischer Uniformen. Die von ihm geschaffenen Puppen charakterisieren sich durch vereinfachte Form und außergewöhnliche Plastizität, die oft aus dem Volkstümlichen schöpft. Eine Sammlung nach seinen Entwürfen entstandener Puppen ist für Interessierte auch online zugänglich.
Leider sind nicht alle seine Puppen erhalten. Sie wurden, aufgrund seiner Beliebtheit, oft für Ausstellungen an anderen Theatern ausgeliehen. Bei einer der Ausstellungen brach ein Brand aus, durch den ein Teil der Sammlung unwiederbringlich verloren gegangen ist. Die aktuelle Ausstellung ist als Hommage an sein Werk gedacht.

Ausstellung mit Grafik und Malerei von Kinga Zaborowska
14. März bis 6. April 2025
Weißer Speicher – 0. Stock
Kinga Zaborowska wurde in Słupsk geboren, ist Malerin, Pädagogin und Innenarchitektin. Sie hat Design an der Technischen Hochschule in Koszalin, Marketing und Reklame in den Medien an der Uni in Gdansk sowie Malerei und Grafik an der Akademie für bildende Künste in Lodz studiert.
Dank ihrer zahlreichen Studienabschlüsse und vielseitiger Interessen kann sie problemlos verschiedene Techniken verwenden und verbinden. Sie ist Ideengeberin sowie Mitorganisatorin zahlreicher Veranstaltungen im Bereich der Kunst, von Ausstellungen, Künstlertreffen sowie (polenweiten) Wettbewerben. Sie unterrichtet auch an der Pommerschen Universität in Słupsk. Nach jahrelanger Suche nach eigenen Ausdruckmöglichkeiten entdeckte sie Öl- und Aquarellmalerei für sich. Das künstlerische Schaffen bereitet ihr viel Vergnügen und ermöglicht, die Realität, alltägliche Situationen und Ereignisse, auf Leinwand oder Papier zu bannen. Sie schafft Porträts, wobei sie sich u.a. von Witkacy’s Schaffen inspirieren lässt, das sie aber auf ihre eigene Weise interpretiert. Sie stellt schwerpunktmäßig Portraits her, wobei sie von anderen Menschen zur Verfügung gestellte Fotografien nutzt.

Aus der kartografischen Sammlung des Museums
20. November 2024 – 2. März 2025
Schloss der pommerschen Herzöge
In der Ausstellung werden ausgewählte kartografische Objekte aus der museumseigenen Sammlung gezeigt. Es sind: Karten von Pommern, West- und Ostpreußen, Pläne und Karten von Stolp/Słupsk und seiner Umgebung, Atlanten u.a. Ein Teil der Sammlung stammt aus dem 1924 gegründeten, bis 1945 bestehenden deutschen Heimatmuseum, andere hat das polnische Museum nach 1945 angekauft oder als Spende bekommen. Die Ausstellung wird durch historische Landmessinstrumente aus der Sammlung des Polnischen Militärmuseums in Kolobrzeg (Kolberg) ergänzt. Zur Ausstellung erscheint ein 196-seitiger Katalog.

Komeda Jazz Festival auf Plakaten
September – 1. Dezember 2024
Teestube im Richter-Speicher
In der Ausstellung werden Plakate u.a. von Kazimierz Jałowczyk und Cezary Paszkowski gezeigt, die anlässlich der Auftritte von Krzesimir Dębski, Urszula Dudziak, Leszek Kułakowski, Leszek Możdżer, Krystyna Prońko, Jan Ptaszyn Wróblewski, Jorgos Skolias, Tomasz Stańko, Michał Urbaniak, Carla Bley, Eddie Henderson u.a. Musikern entstanden sind.

100 Jahre Museumswesen in Stolp/Słupsk 1924-2024
10. April – 9. Juni 2024
Schloss der pommerschen Herzöge
Eine Ausstellung mit zahlreichen Bildtafeln, Fotos, Archivalien und sonstigen Dokumenten und Gegenständen zur Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des deutschen Heimatmuseums (eröffnet am 28.09.1924 im Neuen Tor) und des polnischen Städtischen Museums (eröffnet am 1.05.1948 daselbst), aus dem das heutige, am 12.06.1965 im wiederhergestellten Schloss der pommerschen Herzöge eröffnete Mittelpommersche Museum hervorgegangen ist.

Klein-Skulpturen aus der Sammlung des Kupfer-Museums in Legnica
27. Juni – 22. September 2024
Schloss der pommerschen Herzöge
Klein-Plastiken aus der Sammlung des Museums in LegnicaIn der Ausstellung kann man 60 aus Bronze gegossene Plastiken sehen, die verschiedene Tendenzen und Stilrichtungen des ausgehenden 18. Jh. sowie des 19. und 20. Jh. repräsentieren. In diesem Zeitraum, in dem eine starke Entwicklung der Gießerei stattfand, wurden kleine Skulpturen in den Salons des wohlhabenden Bürgertums und des Adels als Nippes aufgestellt. Es sind Werke europäischer, deutscher und polnischer Künstler, die bei den damaligen Künstlern anerkannte Sujets aufgriffen. Meistens waren es mythologische und soziale Motive, Genrebilder und Porträts. Gerne wurde die Schönheit des weiblichen Körpers dargestellt, man knüpfte auch an Motive aus der Literatur, Geschichte, aus Sagen und Märchen an.

Farbenreichtum Indonesiens: Ausstellung anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Batikwerkstatt beim Slupsker Kulturzentrum
2. Oktober – 3. November 2024
Schloss der pommerschen Herzöge
Die 1989 von Maria Hasiec (1940-2021) gegründete Werkstatt sorgt seit 35 Jahren dafür, dass die Batiktechnik in Pommern bekannt wird. Die an polnische Bedingungen und Werkstoffe angepasste Technik wird in Kursen vermittelt, deren Teilnehmer auch ihre Verbreitungsgeschichte in Polen und in der Welt kennen lernen können. Es werden ihnen auch die Kultur und Kunst Indonesiens näher gebracht, denn dort ist diese Technik am besten entwickelt. Die Batikarbeiten, die in der Werkstatt entstehen, greifen sowohl indonesische als auch typisch polnische Motive auf und wurden bei Ausstellungen und Wettbewerben im In- und Ausland mehrfach prämiert. Die aktuelle Ausstellung, die anlässlich des Jubiläums organisiert wurde, hat das Land Indonesien zum Thema, mit seinem ganzen Reichtum an Formen und Farben. In der Ausstellung werden Arbeiten sowohl von Kindern und Jugendlichen, als auch von Erwachsenen gezeigt, die unter dem Auge der fünf Kursleiterinnen entstanden sind. Die meisten Werke sind als Bilder konzipiert, aber man kann auch Arbeiten mit ornamentalen Elementen der indonesischen Kultur sehen.

Frühere und heutige museale Gebäude. Kopien der Ansichtskarten des alten Stolp in der Sammlung des Museums
1. Juni – 29. September 2024
Teestube im Richter-Speicher
Die Ausstellungsreihe „Kopien der Ansichtskarten des alten Stolp in der Sammlung des Museums“ wurde vor 15 Jahren gestartet. Im laufenden Jahr werden zum ersten Mal Ansichtskarten aus der polnischen Zeit gezeigt. Das 100jährige Bestehen des Museumswesens in Stolp/Słupsk rechtfertigt durchaus die Abweichung von der seit 15 Jahren geltenden Voraussetzung, dass die Ausstellungsreihe Ansichtskarten aus der Zeit vor 1945 präsentieren soll. So kann man in der aktuellen Ausstellung Reproduktionen von 45 Ansichtskarten aus der deutschen und 9 aus der polnischen Zeit sehen. Die ältesten Ansichtskarten wurden Ende des 19. Jh., die jüngste 2018 gedruckt.
Auf den Ansichtskarten aus der Vorkriegszeit sind fast alle Gebäude zu sehen, die dem Museum gehör(t)en: das Neue Tor (1924-1965), das Schloss (seit 1965), die Schlossmühle (seit 1968), das Mühlentorensemble (seit 1979-1982) und der Weiße Speicher (seit 2019). Es fehlt nur der Richter-Speicher, der erst Ende der 1990er Jahre aus seinem ursprünglichen Standort in die Umgebung des Mühlentors versetzt wurde. Die Reproduktionen zeigen, wie sich die musealen Gebäude und ihre Umgebung im Laufe der Zeit verändert haben, z.B. während das Neue und das Mühlentor einst und heute dasselbe Aussehen haben, sieht das Schloss erheblich verändert aus.

Zeichnungen und Malerei von Kinga Zaborowska: Schlaf
23. Oktober 2023 – 7. Januar 2024
Teestube im Richter-Speicher
Kinga Zaborowska, in Slupsk geboren, ist Innendesignerin, Malerin und Pädagogin. Dank zahlreicher Studien und Interessen erwarb sie viele Fähigkeiten, die es ihr erlauben, verschiedene Techniken auszuwählen oder diese zu verbinden. Am meisten sagt ihr aber zu, mit Ölfarben zu malen und mit Stiften zu zeichnen.

Karte mit Sommerferiengrüßen. Ausstellung mit Arbeiten der Schüler der Słupsker Oberschule für bildende Künste
8. Januar – 18. März 2024
Teestube im Richter-Speicher
„Witkacy und ich” – Finissage eines Wettbewerbs
19. März – 21. April 2024
Teestube im Richter-Speicher

„Exegi monumentum” – Ausstellung mit Foto-Arbeiten der Schüler der 5. Klasse (Fachbereich: Fotografie und Multimedia) der Technischen Oberschule in Słupsk
22. April – 30. Juni 2024
Teestube im Richter-Speicher

Gemälde und Zeichnungen von Edmund Strążyski – Wikacys Freund in Zakopane
29. September 2023 – 7. April 2024
Weißer Speicher – Erdgeschoss
In der Ausstellung kann man Arbeiten des Zakopaner Freundes von Stanislaw Ignacy Witkiewicz – Edmund Strążyski (1889-1973) besichtigen, der sich in seiner Freizeit – während der Lehrertätigkeit an der Staatlichen Oberschule für bildende Techniken in Zakopane – der Kunst widmete. Er war Doktor der Philosophie, Polonist, hatte auch Chemie studiert.
Gezeigt werden seine 83 auf Papier entstandenen Malereien und Zeichnungen aus den Jahren 1942-1964. Die Nachkriegszeit war für ihn in künstlerischer Hinsicht besonders erfolgreich. Alle Arbeiten stammen aus der Sammlung seines Enkels , Piotr Strążewski – Professor für Chemie an der Universität in Lyon.
Edmund Strążyski zeichnete auch in der Zwischenkriegszeit, in der er mit Witkacy gerne im Gebirge wanderte oder nachbarliche Besuche abstattete. Witkacy war von seinem Schaffen begeistert. Die Faszination wurde erwidert, denn in vielen Arbeiten von Strążyski sind Bezüge an Witkacys Theorie der „Reinen Form“ erkennbar. Aus jener Zeit gibt es in der Ausstellung vier Ansichtskarten, auf denen seine Bilder abgebildet sind, eine Leihgabe der Galerie Berinson in Berlin. Zu der Ausstellung wurde ein Katalog herausgegeben, sie wird auch von dem Film „Litymbrjon” (1988, Regie: Grzegorz Dubowski) begleitet, der von Strążyski handelt und in seiner Villa in Zakopane gedreht wurde.

XVIII Kunst- und Handwerkswettbewerb Słupsk 2023
20.12.2023 – 17.03.2024
Schloss der pommerschen Herzöge
Der Wettbewerb wird vom Museum seit 1976 organisiert und zeigt immer weitere Facetten volkstümlicher, naiver und nicht professioneller Kunst, die sich immer noch nicht eindeutig definieren lässt und Künstler vereinigt, die zwar keine formale künstlerische Ausbildung haben, doch autark, originell und einmalig sind. Was sie verbindet, ist ihre Leidenschaft und ihre Inspirationsquelle – nach wie vor Volkskultur und traditionelles Handwerk. Mit den Jahren erweitert sich der Kreis jener Künstler um Vertreter jüngerer Generationen, die die sich wandelnde Realität und die Welt auf eine neue Art und Weise sehen und abbilden.

