SŁUPSK

ul. Dominikańska 5-9
tel. 59 842 40 81

GODZINY OTWARCIA:

Poniedziałek-wtorek: nieczynne
Środa: 12:00-17:00
Czwartek-Niedziela: 10:00-17:00


Schloss der pommerschen Herzöge:
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(im Erdgeschoss)
Schätze der pommerschen Herzöge
Andenken an die letzten Vertreter der Greifen-Familie, die seit Beginn des 12. bis zur 2.  Hälfte des 17 Jh. im Herzogtum Pommern lebte. In der Ausstellung werden u.a. Zinnsarkophage sowie Sargausstattung und Totenkleidung von Anna de Croy und ihrem Sohn, Ernst Bogislav präsentiert.
Im selben Raum kann man auch den sog. Rügenwalder Silberaltar betrachten.
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Aus der Vergangenheit von Stolp
Die Ausstellung ist der Stadtgeschichte gewidmet. Die Ausstellungsstücke stammen hauptsächlich aus dem Zeitraum vom 17. Jh. bis zur 2. Hälfte des 20 Jh., aber vertreten sind auch ältere – prähistorische und mittelalterliche - Objekte. Insgesamt wurden ca. 650 Exponate zusammengetragen.
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(im 1. Stock)
Alte pommersche Kunst vom 14. bis 18. Jahrhundert
Die Entwicklung der bildenden Künste in Pommern vom Mittelalter bis zum Rokoko: mittelalterliche gotische Plastiken, die früher die Kirchen im Herzogtum Pommern schmückten, Gemälde aus Schlössern, Zinnerzeugnisse der pommerschen Zinngießer und Schlossmobiliar aus dem 18 Jh. sowie Porzellan.
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(im 2. Stock)
Gemeinsam zu Tisch - Besteck und kulinarisches Zubehör vom 17 . bis zum 21. Jahrhundert
In der Ausstellung werden über 1400 Stücke – in chronologischer und typologischer Abfolge gezeigt. Es sind gewöhnliche (Löffel, Messer und Gabeln) und Sonderbestecke, die zum Servieren und Verzehren von besonderen Speisen, wie Austern oder Beeren, verwendet wurden.
Getrennt werden serienmäßig produzierte Bestecke, vor allem von polnischen Herstellern wie Norblin oder Fraget, präsentiert.
Den Kern der Ausstellung bilden Bestecke, die 1875-1935 in europäischen, vor allem deutschen, polnischen, englischen und französischen Fabriken produziert wurden, gezeigt. Es gibt aber auch amerikanische Produkte.
Einen Teil bilden handwerkliche Erzeugnisse von kleinen Goldschmiedewerkstätten (wahrscheinlich Silberschmiede), andere wurden in Manufakturen oder aber auch in Großfabriken hergestellt.
Die meisten Exponate stammen aus einer einmaligen Privatsammlung von 839 Stücken, die zu den größten in Europa zählt und 2018 vom Museum angekauft wurde.
Einen beträchtlichen Teil der Ausstellung stellen zwei Funde aus Stolp dar. Die Gegenstände wurden 1945 von den fliehenden deutschen Einwohnern in der Stadt versteckt. Der eine Fund stammt aus dem Nachlass der Familie von Kleist (es sind fast 300 Stücke, hauptsächlich silbernes, mit dem Familienwappen signiertes Besteck), der andere - Gefäße aus Glas und Fayence - gehörte einer mittelständischen Familie.
Sonstige Ausstellungsstücke stammen teils aus der Sammlung des Heimatmuseums in Stolp, teils wurden sie vom Mittelpommerschen Museum erworben.
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Schlossturm, von dem aus man das Panorama von Słupsk bewundern kann. Im Treppenhaus des Turmes sind historische Stadtansichten (Kopien von Ansichtskarten und Graphiken) aus den Beständen des Museums zu sehen.
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Schlossmühle:
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Zwei ethnographische Dauerausstellungen unter dem gemeinsamen Titel:
Die frühere und gegenwärtige Kulturrealität in Pommern
Alte regionale Volksgruppen Pommerns: die Ausstellung zeigt das frühere pommersche Dorf und eine Reihe von Jahres- und Familienbräuchen der einheimischen Bevölkerung durch archivalische Fotos und Gegenstände der materiellen Kultur sowie nach Originalvorlagen gefertigte Trachten der Slowinzen, Kaschuben, Jamunder, Pyritzer und Belbucker vom 18. bis zum 20. Jahrhundert.
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Kulturelle Wurzeln der heutigen Pommern: die Ausstellung zeigt verschiedene Gruppen von Siedlern der Nachkriegszeit in Form von einzelnen Szenen mit Puppen in originalen Trachten, Möbeln und Gebrauchsgegenständen. Die Ausstellung runden originale Dokumente aus der Zeit der Umsiedlungsaktionen, Besitzverleihungsurkunden von Bauernhöfen, Wohnungen u.ä. in den nördlichen und westlichen Gebieten Polens sowie zahlreiche Fotografien ab.
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SONDERAUSSTELLUNGEN 2021
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Schloss der pommerschen Herzöge (im 2. Stock):
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Auf Bällen und zu Besuch. Damenbekleidung des 19. Jahrhunderts
16. April - 3. Oktober
Die Ausstellung bietet die Möglichkeit, Abendbekleidung der Damen aus der Zeit vor über einem Jahrhundert zu betrachten. Die Exponate zeigen einzelne Typen modischer, festlicher Kleidung, die zwischen den 1830er Jahren und den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts getragen wurden. Es sind Kleidungsstücke, mit denen sich elegante Damen zu Besuchen, Hochzeiten und Bällen kleideten. Die Mode als Teil der Gebrauchskunst wurde von Künstlern und Handwerkern geschaffen und man kann sie als ein Zeitzeugnis des 19. Jahrhunderts betrachten, in dem viele dynamische Wandlungen in Politik, Ideologie, Technologie und Wissenschaft vor sich gingen. Als Einführung in die Ausstellung werden im ersten Raum Exponate aus der Sammlung des Stolper Museums gezeigt: Tageskleider und Beiwerk, u.a. Reiherfedern oder lange lederne Handschuhe. So kann man durch Gegenüberstellung im weiteren Teil der Ausstellung die alltägliche mit der festlichen Mode vergleichen, die das Hauptthema der Ausstellung ist. Den Kern der Ausstellung bilden Leihgaben des Museums für Kleidungsgeschichte in Poznan - originale Bestandteile und Nachbildungen der Gesellschaftskleidung und Accessoires aus dem 19. Jahrhundert. Insgesamt 25 Kleider (darunter Hochzeits- und Trauerkleider), 2 Paar Schuhe sowie Accessoires wie etwa eine Brautkrone aus gewachsten Orangenblüten.
Die Ausstellung wird um Aspekte der Herstellung und Pflege der Bekleidung erweitert, es werden auch Fachbereiche wie die Arbeit einer Putz- oder Spitzenmacherin beleuchtet. Man kann auch einiges zu Korsetts, Krinolinen, Tornüren, Blankscheite (Planchetten), Schlüpfer und weiteres erfahren.
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Waffen und Farben der polnischen Armee 1939-1945 aus der Sammlung des Regionalmuseums in Pila (beendet)
In der Ausstellung werden 30 Uniformen und über 400 weitere Gegenstände gezeigt. Die meisten wurden von Soldaten, die im 2. Weltkrieg gekämpft haben, oder von ihren Nachkommen zur Verfügung gestellt.
Die Ausstellung ist in fünf Themenbereiche unterteilt:
1. Die Polnische Armee und Grenzschutzformationen. In dem Museum in Pila befindet sich die größte Sammlung zum Grenzschutz, der seit 1928 die Westgrenze Polens bewacht. In diesem Bereich werden auch drei Uniformen von Offizieren und eine von einem Soldaten vom September 1939 sowie eine Sammlung von Regimentsabzeichen gezeigt.
2. Die Polnische Armee in Frankreich 1939-1940. Neben zahlreichen Objekten in Schaukästen kann man hier auch die Uniform eines Majors und eines Korporals der Infanteriedivision sehen, die an den Verteidigungskämpfen in Frankreich im Jahre 1940 beteiligt waren.
3. Der größte Teil der Ausstellung besteht aus 13 Uniformen des 1. und 2. Polnischen Korps, die in Großbritannien und Italien gekämpft haben. Vertreten sind hier alle Formationen: Kriegsmarine, Luftwaffe, Artillerie, Panzerkavallerie, Infanterie und Fallschirmjäger. Die Mitglieder dieser Formationen erlangten Ruhm bei vielen bekannten Schlachten des 2. Weltkrieges von Monte Cassino bis Falaise.
4.Zeit der deutschen Besatzung Polens: die Kleidung eines Aufständischen und eines KZ-Häftlings.
5.Uniformen von Soldaten, die ihren Kampf 1943 mit der Schlacht bei Lenino begonnen und mit der Eroberung Berlins im April 1945 beendet haben.
Die Ausstellung korrespondiert mit der neuen Sammlungstätigkeit der Abteilung für Kunst und Technik des Slupsker Museums, die aktuell auch mit der Geschichte des Militärs zusammenhängende Objekte zusammenträgt..
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Teestube im Richter-Speicher:
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Polnische Plakatschule XXVI. Klassiker: Roman Kalarus
19. Oktober - 28. November
Das Schaffen von Kalarus wird zum ersten Mal im Mittelpommerschen Museum gezeigt. In der Ausstellung sind 35 von seinen 99 dem Museum geschenkten Arbeiten zu sehen. Es handelt sich um ausgesprochen farbenfrohe Plakate, die von 1987 bis 2017 zu Film- und Theatervorführungen, Ausstellungen (u.a. von Günther Grass) sowie literarischen, akademischen, medizinischen und galleristischen Veranstaltungen entstanden sind.
Roman Kalarus (geb. 1951) ist Plakatkünstler, Grafiker, Maler, Holzschnitzer und Designer. Er studierte an der Zweigstelle der Krakauer Kunstakademie in Kattowitz (Abschluss 1976) studiert. Seine Plakate wurden in Polen (Warschau, Krakau, Posen, Lodz) und im Ausland (Deutschland, Belgien, Frankreich, USA, Ungarn, Finnland, Ukraine) ausgestellt. Er lehrte Plakatkunst in der Türkei, Israel, Chile und in den USA. Zur Zeit ist er Professor an der Kunstakademie in Krakau.
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Zu Fuß, mit dem Rad oder der Tram – Ansichten aus dem alten Stolp
30. August - 17. Oktober
Es ist schon die 13. Ausstellung mit Kopien alter Stolper Ansichtskarten. Diesmal sind es 44, die vom Ende des 19. Jh. bis in die 1940er Jahre erschienen sind. Es gibt auch eine, die zwar nach 1945 herausgegeben wurde, aber eine frühere Ansichtskarte reproduziert.
Stichwort für die aktuelle Ausstellung lautet: Fortbewegung in der Stadt. Man kann daher Passanten auf den Straßen sehen, die mal zum Markt eilen, mal gemächlich flanieren und manchmal stehen bleiben, um der Kamera ins Auge zu gucken. Es gibt Radfahrer in Aktion oder in Pose, die sich fotografieren lassen, Pferdewagen und Reiter. Es gibt auch ziemlich viele Autos. Natürlich durften auch die Straßenbahnen nicht fehlen, die seit 1910 regelmäßig auf den Stolper Ansichtskarten vorkommen. Die Reproduktionen sind mit Beschriftungen versehen, in denen die Art und Weise, wie die gegebene Bildeinstellung zustande kam und was für Tricks (wie etwa das Einfügen von Menschengestalten oder Fahrzeugen) die Fotografen und Herausgeber anwendeten.
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Ausstellung mit Arbeiten von Katarzyna Tomasiak (beendet)
Die Künstlerin stellt ihre Themenwelt in einer nichtschablonenhaften, individuellen Ausdrucksform und spezifischen Zeichentechnik dar. In der Ausstellung kann man in verschiedenen Techniken ausgeführte Arbeiten betrachten: mit einem Stift angefertigte Grafiken, Siebdrucke und Batiken. Sie zeigen die Lieblingsthemen der Künstlerin: Menschen, Haustiere, Bäume und andere Elemente der Natur. Die Figuren sind durch Expression und viel Emotion gekennzeichnet, man kann in ihnen auch einen subtilen Humor erahnen. Die Menschengestalten haben spezifische, entstellte Körperproportionen und weisen eine "Krummheit" auf, die ihnen einen eigentümlichen Charakter verleiht.
Katarzyna Tomasiak hat Design an der Technischen Hochschule (2007) sowie Illustration an der Kunstakademie in Lodz (2017) studiert. Sie arbeitet in Slupsk, ist Kunstlehrerin an einem Kunstgymnasium und Kunsterzieherin am Kulturzentrum, schafft Illustrationen, Grafiken, Keramik, Batike, Siebdrucke und Street Art. Sie beteiligt sich an künstlerischen und kulturerzieherischen Aktivitäten. Sie ist eine markante, engagierte Persönlichkeit und produktive Kunstschöpferin, die viele individuelle und Gruppenprojekte realisiert hat. Sie mag gerne andere zum Kunstschaffen anregen und dabei unterstützen. In ihrer Beschäftigung mit der Kunst findet sie auch den Weg zu sich selbst.
Sie schuf einige Wandmalereien in Slupsk, so 2019 die u.d.T. „Frau der Freiheit und Solidarität" an der Wand der Stadtbibliothek, „Make art not war" – in Zusammenarbeit mit Jugendlichen einer Kunstschule aus der Slupsker Partnerstadt Archangelsk, „Flowers of youth" – in Archangelsk, in Zusammenarbeit mit den Schülern des Kunstgymnasiums in Slupsk. 2020 hat sie auch eine dem "europäischen Grünen Deal" gewidmete Wandmalerei am Slupsker Wasserpark geschaffen.
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Schlossmühle:
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Geflochtene Welt des Kaschuben. Das 55. Jubiläum des Kunstschaffens von Czesław Hinc
21. Oktober 2021 – 27. März 2022
Die Ausstellung bildet eine Fortsetzung einer Ausstellungsreihe, die das Schaffen volkstümlicher und naiver Künstler sowie ländlichen Traditionen treuer Hand- und Kunsthandwerker aus Pommern zeigt.
Czesław Hinc stammt aus Kościerzyna (früher Berent) und befasst sich mit Flechterei, Bildhauerei, Hinterglasmalerei sowie mit dem untergehenden Handwerk der Korbflechterei. Den Kern der Ausstellung bilden über 80 Arbeiten des Künstlers und seiner Familienangehörigen: Körbe sowie andere aus Baumzweigen und -ästen und aus Stroh geflochtene Gegenstände. Auch Plastiken und Hinterglasmalereien sind vertreten. In der Ausstellung kann man traditionelle und für die kaschubische Kultur charakteristische Formen der Flechterei sowie die Vorgehensweise eines Flechters kennen lernen, die den arbeitsintensiven Weg vom Werkstoff Baumwurzel zum Werk Korb zeigt. Czesław Hinc beteiligt sich seit über einem halben Jahrhundert aktiv am Kunstleben der Region, nimmt an Wettbewerben, Jahrmärkten teil, vermittelt kaschubische Traditionen und vor allen Dingen sein künstlerisches Können, indem er zahlreiche Workshops und Kurse für Alt und Jung leitet. Seine Aktivitäten wurden mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt.
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„Arbeit und Fleiß erhalten den Preis“
1. April - 26. September
In der Ausstellung hängen 86 manuell, auch beidseitig, bestickte wie fabrikmäßig bedruckte, ein- und mehrfarbige Küchenziertücher aus mehreren Museen der Region und Privatsammlungen. Einige Besucher werden sich noch erinnern können, wie solche Tücher früher überall die Küchenwände schmückten. Sie hatten auch einen praktischen Zweck, sie schützten die Wand vor Beschmutzung. Mit der Zeit kamen sie aus der Mode und gerieten in Vergessenheit. Heute werden sie von Sammlern geschätzt und der Kreis ihrer Liebhaber wird immer größer.
Die ausgestellten Stücke sind mit polnischen, deutschen und skandinavischen Begrüßungsformeln, Sprüchen über die Haushaltsführung, Zubereitung von Mahlzeiten, Körperpflege o.a., wie oben zitiert, versehen, es gibt auch andere - mit religiösen, kaschubischen oder Jagdmotiven. Informationen über die Geschichte und Funktion dieser Wandbehänge ergänzen die Ausstellung. Für Kinder wurde eine kleine Bastelecke eingerichtet, in der sie ein eigenes Stück anfertigen können
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Weißer Speicher:
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Erdgeschoss, Vernissage-Raum:
Wir begegneten uns in Słupsk. Erinnerungen von Siedlern der Nachkriegszeit
15. Juli bis Ende 2021
Ziel des Projekts "Siedlungstätigkeit nach dem 2. Weltkrieg in Słupsk" waren die Durchführung und die Bearbeitung von Interviews mit Menschen, die nach 1945 in Słupsk gelebt haben,  und ihren Nachkommen, sowie die Vermittlung ihrer Lebensgeschichte an das breitere Publikum. Anhand der Interviews entstanden ein Film und die Ausstellung - als Nachlese des gesamten Projekts.
Die Arbeit am Projekt ermöglichte es zu erfahren, warum sich diese Menschen entschlossen haben, hierher zu kommen und was für Folgen dieser Entschluss für sie und ihre Familien hatte, was sie in der Heimat zurückgelassen, mitgebracht und hier vor Ort vorgefunden haben und ob ihre Migration noch irgendeine Bedeutung für junge Słupsker hat.
Abgesehen vom geschichtlichem Kontext und den Informationen über die Lebensverhältnisse, die politische Situation usw. konnten auch Erzählungen von Gefühlen und Emotionen, Zugehörigkeitsbewusstsein und Identität sowie von Beziehungen zu anderen Menschen zusammengetragen werden. Es gibt auch persönliche Andenken, die in der Ausstellung zu sehen sind.
Die Ausstellung korrespondiert thematisch mit der Problematik der Ausstellung "Słupsk - Stadt und Menschen", die im 5. Stock zu besichtigen ist.
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Witkacy anders … (im 1. Stock)
In der Ausstellung werden über 100 Pastellbildnisse von Witkacy sowie seine Publikationen ausgestellt. Eine gute Gelegenheit für Witkacy-Fans, denn so viele seine Arbeiten wurden bisher nur anlässlich von internationalen Witkacy-Tagungen aus den Depots geholt, zuletzt in den Jahren 2009 und 2014.
In Zukunft sollen in den Räumlichkeiten des 1. Stocks andere Ausstellungen organisiert, und Witkacys Werke wird man nur in der Dauerausstellung (und in den Depots) sehen können.
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Witkacy. Gemälde – Zeichnungen – Grafiken + Archivalien – (im 2. Stock)
Die in Polen größte Sammlung zählt zur Zeit über 260 Werke sowie eine beträchtliche Anzahl von Archivalien (Fotos, Briefwechsel, Erstausgaben der Bücher, Texte usw.) von Stanislaw Ignacy Witkiewicz (1885-1939, Künstlername: Witkacy), einem hervorragenden polnischen Künstlers des 20. Jahrhunderts.
Die Anfänge der Sammlung gehen auf das Jahr 1965 zurück, in dem das Museum 110 Pastellarbeiten aus der Sammlung des damals in Lębork wohnenden Sohnes von Teodor Birula-Białynicki (Arzt in Zakopane und Freund des Künstlers) erworben hat. Seitdem erwirbt das Museum kontinuierlich Werke des Künstlers. Die Ausstellung „Witkacy. Gemälde – Zeichnungen – Grafiken + Archivalien” ist die dritte Präsentation der im Besitz des Museums befindlichen Sammlung und gleichzeitig die einzige monografische Ausstellung des Künstlers weltweit. Die gezeigten Werke repräsentieren alle Schaffensperioden von Witkacy, vor allem die in Pastell ausgeführten Portraits, die 1925-1939 im Rahmen seines Ein-Mann-Unternehmens „Portraitfirma S.I. Witkiewicz“ entstanden sind. Archivalien und Bücher werden nicht separat gezeigt, sondern im Kontext mit den malerischen Werken.
Zu sehen gibt es 137 malerische, zeichnerische und grafische Werke sowie hand- und maschinengeschriebene Dokumente, Korrespondenzen und Bücher (darunter solche mit Widmungen von Witkacy). Das Arrangement der Ausstellung bringt künstlerische Vorzüge der Werke zur Geltung, ohne mit ihnen zu konkurrieren oder den Besucher visuell zu dekonzentrieren.
Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Der erste zeigt Etappen des Lebens und des künstlerischen Werdegangs von Witkacy: Zakopane, erste Reisen und Erfahrungen, Russland-Aufenthalt, Mitgliedschaft bei den „Formisten“, die Welt der „Reinen Form“, das Jahr 1924 und die Zeit der Portraitfirma. Der zweite Teil informiert über frühere Privatsammlungen, aus denen die meisten Arbeiten des Künstlers in der Sammlung stammen, nämlich von Włodzimierz Nawrocki, Jan und Janina Leszczyński, Modesta Zwolińska, Familie Głogowski sowie Teodor Białynicki-Birula. Gesondert werden auch restauratorische Probleme angesprochen, an einer Stelle, an der z.B. eine Glasscheibe mit Pastellkreidepartikeln gezeigt wird und das Portrait, das sich hinter dieser Scheibe befand.
In der Ausstellung kann man auch Filme ansehen sowie eine Sonderzeitschrift (in Polnisch oder Englisch) lesen, die Informationen über die Geschichte der Ausstellung und deren Teile enthalten. An multimedialen Stationen kann man Portraits nach ausgewählten Kriterien wie z.B. Entstehungsjahr oder Genussmittel aussuchen oder sehen, wie durch Jahrzehnte sich die Farbe des Papiers, auf dem Witkacy ein Bildnis geschaffen hatte, verändert hat. Die Glaswände des Depots ermöglichen einen Blick in die Bereiche des Museums, die gewöhnlich dem Auge der Besucher verborgen bleiben.
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In Anlehnung an Witkacy vom 19. bis zum 21. Jahrhundert – (Dauerasstellung im 3. u. 4. Stock)
Das Konzept der Ausstellung beruht darauf, ausgewählte Sujets aus dem Schaffen von Stanisław Ignacy Witkiewicz (Landschaften, Stillleben, Portraits, Selbstbildnisse, figürliche Kompositionen, Genrebilder, Akte, Tierdarstellungen, Wasserlandschaften, Plastiken, Textilkunst, Grafiken, technische und militärische Themen) in Gegenüberstellung mit Werken anderer Künstler zu zeigen, die vor, zeitgleich mit und nach ihm gelebt haben, u.a. Jan Matejko, Władysław Podkowiński, Jacek Malczewski, Olga Boznańska, Franciszek Starowieyski, Edward Dwurnik, Magdalena Abakanowicz. Zum Kontrast wird auch abstrakte Kunst gezeigt (Otto Freundlich, Ignacy Bogdanowicz) gezeigt, die Witkacy zwar bekannt war, der er sich aber nicht gewidmet hat.
In der Ausstellung befinden sich ca. 200 Gemälde, Grafiken, Plakate, Zeichnungen, Kunsttextilien, Plastiken u.a. aus der umfangreichen Sammlung des Museums, die akademische, moderne und zeitgenössische Kunst umfasst.
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Słupsk – Stadt und Menschen 1945-1950 – (Dauerausstellung im 5. Stock)
Die Ausstellung wurde als eine Art Hommage an die Einwohner der Stadt vorbereitet, die nach 1945 teils freiwillig, teils als Zwangsumsiedler oder Vertriebene nach Stolp in Hinterpommern, nun Słupsk genannt, kamen, um hier ein neues Leben zu beginnen. Sie zogen in Häuser ein, die früher den geflüchteten oder ausgewiesenen Deutschen gehörten und weil sie Elemente der Kultur ihrer Heimat mitbrachten, trugen sie zur Bildung eines multikulturellen Mosaiks des heutigen Słupsks und seiner Umgebung bei.
Im nachkriegszeitlichen, teilweise zerstörten Słupsk mussten sie die Stadt- und Selbstverwaltung, kulturelles, wissenschaftliches und wirtschaftliches Leben organisieren. Obwohl ihnen oft die nötigen Erfahrungen und Kompetenzen fehlten, konnten sie mit viel Engagement viel Außergewöhnliches schaffen und leisten.
Die Ausstellung erzählt von Menschen und der Stadt, in der sie sich niedergelassen haben. Wenn wir von „Stadt“ sprechen, denken wir oft nicht daran, woraus sie besteht, nämlich aus Menschen. Und mit jeder Stadt verbinden sich Schicksale, die für ganze Gruppen gemein oder für einzelne Menschen charakteristisch sind, die manchmal tragisch, doch sicherlich wert sind, in Erinnerung gerufen zu werden.
Die Geschichte der Stadt wird unter anderem durch multimediale Präsentationen mit Bildern der Stadt aus der Vor- und Nachkriegszeit näher gebracht. Die Geschichten von Menschen, denen in Interviews aufgezeichnete Erinnerungen zugrunde liegen, schildern, wie die Neusiedler in einer ihnen ganz fremden Umgebung ihr neues Zuhause errichteten. So bilden ihre Schicksale einerseits einen wichtigen Bestandteil der Stadtgeschichte, andererseits werden sie als Folge des Zweiten Weltkriegs dargestellt.
Viele ausgestellte Objekte wurden dem Museum von den Einwohnern der Stadt geschenkt. Es sind persönliche Erinnerungsstücke und Dokumente. Wichtige Elemente der Ausstellung bilden Bekanntmachungen an Siedler, Plakate, Anschläge, Fahnen, Gebrauchsgegenstände, Zeitschriften, Bücher, Möbel u.a., die mit Gebäuden, Orten, Betrieben, kulturellen Einrichtungen zusammenhängen – als Sachzeugen der damaligen Zeit.
In der Ausstellung gibt es eine Vitrine mit Objekten, die dem Museum von den Einwohnern der Stadt laufend immer wieder geschenkt werden. Sie werden alle ein paar Monate ausgewechselt. Die Möglichkeit, das eigenes Schicksal mittels persönlicher Gegenstände anderen zu zeigen, erlaubt den Schenkern und Besuchern, sich umso besser mit der Ausstellung zu identifizieren. Die Ausstellung will sie nämlich zur Reflexion darüber bewegen, woher sie stammen, wovon sie geprägt wurden und wohin sie gehen…